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Rumänien – 2021

Reisebericht 2021

Unsere Urlaubsplanung sollte sich für uns wieder sehr spontan gestalten, denn auch in diesem Jahr wird das Reisen durch die Coronalage bestimmt. So schwankten wir bis zur letzten Sekunde, zwischen Sardinien, Korsika und Rumänien. Da die Lage auf Sardinien und Korsika doch noch sehr angespannt war, fiel die Entscheidung auf Rumänien.

Also starteten wir am Freitag, dem 13. August und machten uns auf in Richtung Osten. 

Die erste Etappe gestalteten wir recht kurz, so machten wir den ersten Stopp in der Nähe von Regensburg. Es ist einfach schön, nach langer Zeit, wieder im Defender unterwegs zu sein.

Samstag ging es dann weiter in Richtung Ungarn, die Grenzüberfahrten verliefen alle ohne Probleme und ohne längere Wartezeiten. So kamen wir am Nachmittag in Ungarn auf dem Campingplatz „Oase Halogy“ an, hier hatten wir 2019 bereits einen Stopp eingelegt.

Weiter ging es durch Ungarn bis zur Grenze nach Rumänien, auch hier verlief die Grenzüberfahrt ohne Probleme, lediglich unsere Pässe wurden kontrolliert.

Den ersten Stopp in Rumänien legten wir bei Dumi Maralescu in Borlova ein. Hier war Alex bereits im Juni mit seinem Team „Venandi cum Avibus“ zum Superkarpata-Training zu Gast. Dumi und seine Frau haben uns ein 3-Gänge-Menü gezaubert und uns direkt ans Auto serviert, superleckere rumänische Spezialitäten.

Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter über Bukarest nach Jupiter, denn eines unseres diesjährigen Zieles und der Wunsch von Marie war das „schwarze Meer“. Hier suchten wir uns einen Platz unweit des Meeres. Leider ist der Ort Jupiter eine Touristenhochburg und damit für uns zu viel Bespaßung und zu viele Menschen. So beschlossen wir am nächsten Tag weiterzufahren und es ging über Constanta nach Plaja Vadu, hier suchten wir uns ein Plätzchen direkt am Meer in den Dünen. Wir verbrachten den Tag am Strand, waren im Meer schwimmen und Marie turnte im Sand.

Unsere Reise führte uns nun weiter zum Donaudelta. Hier fanden wir ein schönes Plätzchen auf dem Campingplatz Dan Pescarul in Murighol, dies ist ein kleiner familiengeführter Campingplatz mit allem was man braucht. Am nächsten Morgen sind wir gegen 5 Uhr mit Dan (dem Chef vom Campingplatz) zum Hafen gefahren und sind von dort aus mit dem Boot ins Donaudelta gefahren. Zu so früher Stund´ waren kaum Boote unterwegs und so konnten wir die ganze Artenvielfalt der Wassertiere (Pelikane, Störche, Frösche und so weiter) und Pflanzen zum Sonnenaufgang genießen. Dan fuhr mit uns durch die verschiedensten Kanäle, zeigte uns die Vielfalt des Donaudeltas und die unterschiedlichsten Fischerdörfer. Nach vier Stunden auf dem Wasser ging es wieder zum Hafen zurück. Im Hafen angekommen schlängelten sich die Warteschlangen der Touristen, die auf eine Bootstour warteten. Das frühe Aufstehen lohnt sich also, denn man ist fast allein in den Kanälen unterwegs.

Ein weiterer Haltepunkt unserer Reise waren die Schlammvulkane von Berca bei Tulcea. Hier gibt es direkt am Fuße der Vulkane einen kleinen Campingplatz, den wir für eine Nacht nutzten. Die Vulkane besuchten wir zum Sonnenuntergang, so waren die Touristenströme durch und wir waren fast allein und konnten uns so alles in Ruhe anschauen und erkunden.

In den nächsten Tagen fuhren wir weiter westwärts, campten im Pfarrhof der Kirchengemeinde Honigberg in Harman, besuchten die ortsansässige Kirche und das angrenzende Museum. Wir fuhren noch ein paar Offroadstrecken aus dem Tourenbuch der Pistenkuh durch die abwechslungsreiche Landschaft Rumäniens – einfach traumhaft schön und unbeschreiblich – bevor es weiter nach Ungarn ging.

Wieder in Ungarn angekommen legten wir einen „Faulenzertag“ in Tiszafüred ein und heizten den Dutch-Oven ein – es gab Schichtfleisch – wie immer super lecker.

Der nächste Stopp war Budapest, hier haben wir uns ein Plätzchen auf dem Campingplatz „Camp-Arena-Budapest“ gesucht.

Am nächsten Tag haben wir die Millionen-Metropole mit Bus, U-Bahn, Boot und zu Fuß unsicher gemacht. Ungarns Hauptstadt an der Donau hat uns sehr gut gefallen, leider reicht ein Tag für eine Besichtigung nicht aus. So heißt es: „Wiedersehen macht Freude“.

Weiter ging es für uns in Richtung Heimat. Die Grenzüberfahrt von Ungarn nach Österreich verlief ohne Probleme und keinerlei Kontrollen, wir hatten lediglich ein wenig Wartezeit von 45 min und so ging es weiter durch Österreich in Richtung Passau, wo wir die Grenze nach Deutschland überqueren wollten.

Leider gab es vor der österreich-deutschen Grenze ein Problem mit unserem Defender. Er hatte plötzlich keinen Ladedruck mehr. Alex vermutete, dass etwas mit dem Turbolader nicht stimmte, und so waren wir gezwungen einen Parkplatz aufzusuchen. Nach einem kurzen Check durch Alex, blieb uns nichts anderes übrig, als den ADAC zu rufen. Dieser kam nach 2 Stunden Wartezeit und bestätige nach einer Prüfung des Motorraumes und des Auslesens des Diagnosegerätes, dass ein Problem am Turbolader vorliegt. Nach reichlichen Überlegungen und Abwägen der Möglichkeiten, sind wir noch bis Deutschland gefahren und haben in Bad Füssing einen Platz zum Übernachten gesucht. Hier haben wir noch am Abend ein weiteres Mal beim ADAC angerufen und für den nächsten Morgen einen Abschleppwagen organisiert. Dieser brachte uns und unseren Defender nach Passau zum nächsten ADAC-Vertragspartner. Von hier aus sollte der Rücktransport nach Ilmenau organisiert werden, leider gestaltete sich dies schwieriger als gedacht. Nach einigen Stunden des Wartens und Telefonierens, mussten wir unseren Defender schweren Herzens in Passau zurücklassen und fuhren mit einem Mietwagen nach Hause. Unser Defender sollte uns nach zwei Wochen mit einem ADAC-Sammeltransport folgen. So endete unser diesjähriger Urlaub etwas unsanft, aber dennoch mit vielen wunderschönen Eindrücken und Erlebnissen.

 

Gefahrene Kilometer: 4.777 km

 

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